Pflegegrad und Pflegestufe: Alle Infos, Bedingungen und Leistungen

Deutsches Medizinrechenzentrum

Alles zu den Pflegegraden

  • Sämtliche Infos zu Pflegegrad 1, 2, 3, 4 & 5
  • Was ist der Unterschied zwischen Pflegegrad und Pflegestufe?
  • Das sind die Leistungen für 2019

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Pflegegrad und Pflegestufe: Alle Infos, Bedingungen und Leistungen

  • 2017 wurden die Pflegestufen von den Pflegegraden abgelöst. Wir erklären, was genau der Unterschied ist und was Pflegebedürftige von den 5 Pflegegraden zu erwarten haben.
  • Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) bzw. des Unternehmens Medicproof (für Privatversicherte) entscheiden darüber, welchen Pflegegrad ein Betroffener hat. Erfahren Sie, wie die Bedingungen sind und wie genau der Pflegegrad entschieden wird. 
  • Unterschieden wird zwischen Pflegegrad 1, 2, 3, 4 und 5. Hier finden Sie alle Leistungen zu den jeweiligen Pflegegraden. Für Sie zusammengefasst vom Deutschen Medizinrechenzentrum (DMRZ.de).

Definition: Was ist ein Pflegegrad? Und welche Bedeutung hat dabei der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff?

Seit 2017 werden Pflegebedürftige nicht mehr mit Pflegestufen, sondern mit den Pflegegraden 1, 2, 3, 4 und 5 beurteilt. Ursache der Umstellung waren die Pflegestärkungsgesetze, die 2015 bis 2017 umgesetzt wurden. Ziel der drei Pflegestärkungsgesetze war und ist, die Pflegebedürftigen und deren Angehörige mehr zu unterstützen. Die Leistungen wurden verbessert und auch das Begutachtungsverfahren optimiert.

Eingeführt wurde auch ein ganz neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff. Hierbei wurde die Frage neu diskutiert, ab wann ein Mensch laut Gesetz „pflegebedürftig“ ist. Mit den alten Pflegestufen 1, 2 und 3 (sowie weiteren Sonderformen) wurden Betroffene ausschließlich auf ihre alters- oder krankheitsbedingten körperlichen Einschränkungen begutachtet. Das wurde mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff geändert. Die Selbstständigkeit eines Pflegebedürftigen wird nun vollständig erfasst. Demenzkranke, psychisch Kranke und geistig Behinderte, deren Selbstständigkeit krankheitsbedingt eingeschränkt ist, haben gute Chancen darauf, einen Pflegegrad zugewiesen zu bekommen und damit auch volle Pflegeleistungen zu erhalten. Hierfür gibt es ein neues Begutachtungsinstrument (NBA).

Wie genau die Pflegegrade ermittelt werden und wie genau sich diese untereinander unterscheiden, erfahren Sie weiter unten in diesem Ratgeber.

Definition: Was genau ist eine Pflegestufe?

Bis Ende 2016 gab es zur Unterscheidung der Pflegebedürftigkeit von Menschen die Pflegestufen 1, 2 und 3. Zudem gab es noch Varianten der Pflegestufen für Menschen mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz (zum Beispiel Demenzkranke), sowie eine Pflegestufe 0 für Demenzkranke und auch – als höchste Klassifizierung – Menschen mit einem „Härtefall“. Mit den neuen Pflegegraden, die es seit 2017 gibt, ist diese Aufteilung vereinfacht worden. Heute gibt es ausschließlich die Pflegegrade 1, 2, 3, 4 und 5.

Ein weiterer Kritikpunkt an die alten Pflegestufen: Mit den alten Pflegestufen wurden Pflegebedürftige ausschließlich auf ihre alters- oder krankheitsbedingten körperlichen Einschränkungen begutachtet. Kognitive oder seelische Einschränkungen (wie sie zum Beispiel bei psychischen Erkrankungen wie Demenz oder Depression auftreten) oder geistige Behinderungen blieben weitestgehend unberücksichtigt. Beispielsweise Demenzkranke der Pflegestufe 0 erhielten seit Einführung des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes in 2012/2013 nur punktuell Leistungen aus der Pflegeversicherung. Das wurde mit dem neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff und den neuen Pflegegraden geändert. Heute findet keine Einteilung in Pflegestufen mehr statt.

Betoffene, die vor 2017 eine Pflegestufe hatten, hatten zur Umstellung auf die neuen Pflegegrade Bestandsschutz. Sie wurden automatisch und ohne weitere Prüfung in einen der neuen Pflegegrade überführt. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Pflegestufe in welchen neuen Pflegegrad übertragen wurde.

Pflegestufe Pflegegrad
(vor 2017 nicht vergeben) Pflegegrad 1
Pflegestufe 0 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenz) Pflegegrad 2
Pflegestufe 1 Pflegegrad 2
Pflegestufe 1 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenz) Pflegegrad 3
Pflegestufe 2 Pflegegrad 3
Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenz) Pflegegrad 4
Pflegestufe 3 Pflegegrad 4
Pflegestufe 3 mit eingeschränkter Alltagskompetenz (z. B. Demenz) Pflegegrad 5
Pflegestufe 3 mit Härtefall Pflegegrad 5

Bedingungen, Beantragen, Begutachtung: So erhalten Sie einen Pflegegrad

Einen Pflegegrad gezielt beantragen können Sie nicht; welchen Pflegegrad ein Pflegebedürftiger erhält, entscheiden die unabhängigen Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) bzw. – bei Privatversicherten – die Gutachter des Medizinischen Dienstes von Medicproof. Um geprüft zu werden, muss bei der (der Krankenkasse angeschlossenen) Pflegekasse ein Antrag auf Pflegeleistungen gestellt werden. Um Pflegeleistungen voll in Anspruch zu nehmen, muss der Betroffene in den letzten zehn Jahren vor der Antragstellung zwei Jahre als Mitglied in die Pflegekasse eingezahlt haben oder familienversichert gewesen sein.

Beantragt werden kann Pflegegrad in der Regel entweder telefonisch oder schriftlich bei der an die Krankenkasse angeschlossene Pflegekasse. Bedürftige bekommen ein Formular, das ausgefüllt werden muss. Im nächsten Schritt gibt es einen vereinbarten Besuch eines unabhängigen Gutachters. Anschließend werden die Ergebnisse ausgewertet. Der Betroffene erhält dann automatisch das Gutachten mit dem Leistungsbescheid per Post.

Pflegegrad beantragen: Darauf sollten Sie achten

Fristen
Begutachtung
Beratung
Reha
Widerspruch
Fristen

Fristen

Beachten Sie, dass die Bearbeitung eines Antrags auf Pflegeleistungen bis zu 25 Tage dauern kann. Diese Frist kann aber auch kürzer ausfallen: Ist der/die Pflegebedürftige beispielsweise in einem Krankenhaus, in einer Reha-Einrichtung, in einem Hospiz oder in einer (ambulanten) Palliativpflege, dann muss die Begutachtung innerhalb 1 Woche erfolgen. Beachten Sie: Sollte nach Ablauf der Frist kein schriftlicher Bescheid eingegangen sein und ist die Pflegekasse für die Verzögerung verantwortlich, stehen dem Betroffenen für jede darauffolgende Woche 70 Euro zu.

Begutachtung

Begutachtung

Es empfiehlt sich, dass auch Angehörige des Betroffenen bei der Begutachtung anwesend sind. Vor allem dann, wenn eine Pflege durch einen Angehörigen geplant ist, sollte die entsprechende Person beim Treffen dabei sein.

Beratung

Beratung

Wurde ein Betroffener als pflegebedürftig eingestuft, sollten Sie die von der Pflegekasse angebotenen Beratungen wahrnehmen. Hier erfahren Sie noch einmal umfangreich, was alles bei dem entsprechenden Pflegegrad möglich ist.

Reha

Reha

Besteht auch Bedarf an einer Rehabilitation erhalten Sie zu dem Leistungsbescheid auch eine gesonderte Präventions- und Rehabilitationsempfehlung. Stimmen Sie dem zu, leitet die Pflegekasse die Empfehlung an den Rehabilitationsträger weiter, um die Maßnahme zu beantragen.

Widerspruch

Widerspruch

Sollte der Antrag abgelehnt werden oder sollten Sie mit dem ermittelten Pflegegrad nicht einverstanden sein, können Sie nach Erhalt des Bescheids auch Widerspruch einlegen. Vor allem dann, wenn bei der Begutachtung nur ein einzelner Punkt fehlt, um einen nächsthöheren Pflegegrad zu erhalten, ist ein Widerspruch empfehlenswert. Dieser muss innerhalb vier Wochen erfolgen, und zwar schriftlich. Sprechen Sie sich auch mit dem zugewiesenen Pflegeberater ab. 

Pflegegrad ermitteln – mit dem neuen Begutachtungsassessment (NBA)

Die Gutachter des Medizinischen Diensts der Krankenversicherung (MDK) (bei Privatversicherten: die Gutachter des Medizinischen Diensts von Medicproof) verwenden zur Einschätzung des Pflegebedarfs das sogenannte neue Begutachtungsassessment (NBA). Dieses dient zur Bewertung von Antragstellern und hilft dank eines praktischen Punktesystems dabei, die Betroffenen in Pflegegrade einzuteilen. Folgende sechs Kriterien werden beim NBA berücksichtigt. Beachten Sie, dass die Nummerierung nichts über die Gewichtung aussagt. Am meisten gewichtet wird beispielsweise der Punkt 4 „Selbstversorgung“.

Hier untersuchen die Gutachter, wie selbstständig sich der Betroffene bewegen und seine Körperhaltung ändern kann.
Gewichtung: 10 %

In diesem Modul wird kontrolliert, wie gut sich der Betroffene räumlich und zeitlich orientieren kann. Ist er/sie in der Lage, selbstständig Entscheidungen zu treffen und kann er/sie seine bzw. ihre Bedürfnisse ausreichend mitteilen?
Gewichtung: 7,5 %

Es wird überprüft, ob der Betroffene regelmäßig psychische Probleme aufweist und wie oft dafür fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden muss.
Gewichtung: 7,5 %

Im bedeutesten Bewertungsmodul wird ermittelt, wie selbstständig ein Betoffener sich selber waschen und pflegen kann.
Gewichtung: 40 %

Gibt es krankheits- oder therapiebedingte Anforderungen und Belastungen? Wie geht der Betroffene damit selber um, und ist er/sie in der Lage, diese selber zu lösen? Kann beispielsweise ein Verband selbstständig gewechselt werden?
Gewichtung: 20 %

Im letzten Modul wird überprüft, wie gut der/die Betroffene den Tagesablauf selbstständig planen kann. Ist die Person in der Lage, Kontakte zu pflegen?
Gewichtung: 15 %

Zusätzlich zu den sechs Modulen gibt es auch noch zwei weitere, die jedoch nicht für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit erheblich sind. Die beiden Module „Außerhäusliche Aktivitäten“ (7) und „Haushaltsführung“ (8) dienen lediglich zur Planung des Pflegebedarfs – beispielsweise wenn ambulante Pflege durch einen Pflegedienst in Anspruch genommen werden möchte.

Übrigens: Kinder werden von besonders geschulten Gutachtern untersucht. Die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit erfolgt selbstverständlich angepasst an das jeweilige Alter. Kinder bis zu 18 Monaten sind von Natur aus in allen Bereichen des Alltags unselbstständig. Hier werden nur die Module zur Begutachtung berücksichtigt, die altersunabhängig sind (wie z. B. „Verhaltensweisen und psychische Problemlagen“ oder „Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen“).

Pflegegrad 1: Diese Leistungen erhalten Pflegebedürftige

Der Pflegegrad richtet sich nach der Höhe der Bewertungspunkte durch die unabhängigen Gutachter. Liegt der Wert zwischen 12,5 und unterhalb 27 Punkte, erhält der Betroffene den Pflegegrad 1.

Ein Betroffener mit Pflegegrad 1 hat keinen Anspruch auf Pflegegeld (für eine häusliche Pflege durch Angehörige), auf Pflegesachleistungen (für eine Pflege durch einen Pflegedienst) oder auf Leistungen für eine stationäre Pflege. Das liegt daran, dass Menschen mit Pflegegrad 1 ihr Leben noch weitestgehend ohne Unterstützung und Hilfe führen können. Pflegebedürftige erhalten aber den Entlastungsbeitrag in Höhe von 125 Euro monatlich. Damit lassen sich Betreuungs- und Entlastungsleistungen unterstützen – wie zum Beispiel Putz- und Haushaltshilfen, Alltagsbegleiter (beispielsweise für Einkäufe) oder Betreuungsgruppen zur Förderung der geistigen oder körperlichen Aktivität. Auch ist es möglich, dieses auf Pflegeformen, die der Betroffene selbst tragen muss, anzurechnen. Z. B. bei einer ambulanten Pflege, einer teilstationären Pflege (Tages-/Nachtpflege) oder Kurzzeitpflege.

Zusätzlich erhält ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 1 folgende Leistungen: Medizinische Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel (40 Euro monatlich), kostenlose Beratungen und kostenlose Kurse für pflegende Angehörige. Für die Anpassung der Wohnung gibt es einmalig 4.000 Euro sowie weitere Zuschüsse, sollte eine Wohngruppe oder Senioren-WG gegründet werden.

Pflegegrad 2: Diese Leistungen erhalten Pflegebedürftige

Der Pflegegrad richtet sich nach der Höhe der Bewertungspunkte durch die unabhängigen Gutachter. Liegt der Wert zwischen 27 und unterhalb 47,5 Punkten, erhält der Betroffene Pflegegrad 2.

Werden Menschen mit Pflegegrad 2 in häuslicher Pflege durch Angehörige gepflegt, erhalten Sie monatlich ein Pflegegeld in Höhe von 316 Euro. Alternativ stehen auch Pflegesachleistungen in Höhe von 689 Euro zu. Neben der Pflege durch einen Angehörigen oder durch einen Pflegedienst steht einem Betroffenen mit Pflegegrad 2 natürlich auch eine vollstationäre Pflege (i. H. v. 770 Euro) zu. Des Weiteren gibt es bei Pflegegrad 2 noch folgende Leistungen: einen Entlastungsbeitrag, Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Leistungen bei Pflegegrad 2 Monatlich Jährlich
Pflegegeld 316 Euro x
Pflegesachleistungen 689 Euro x
Betreuungs- und Entlastungsleistungen 125 Euro x
Kurzzeitpflege x 1.612 Euro
Verhinderungspflege x 1.612 Euro
Teilstationäre Pflege (Tages-/Nachtpflege) 689 Euro x
Vollstationäre Pflege 770 Euro x

Zusätzlich erhält ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 2 folgende Leistungen: Medizinische Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel (40 Euro monatlich), kostenlose Beratungen und kostenlose Kurse für pflegende Angehörige. Für die Anpassung der Wohnung gibt es einmalig 4.000 Euro sowie weitere Zuschüsse, sollte eine Wohngruppe oder Senioren-WG gegründet werden.

Pflegegrad 3: Diese Leistungen erhalten Pflegebedürftige

Der Pflegegrad richtet sich nach der Höhe der Bewertungspunkte durch die unabhängigen Gutachter. Liegt der Wert zwischen 47,5 Punkten und unterhalb 70 Punkten nicht, erhält der Betroffene den Pflegegrad 3.

Werden Menschen mit Pflegegrad 3 in häuslicher Pflege durch Angehörige gepflegt, erhalten sie monatlich Pflegegeld in Höhe von 545 Euro. Alternativ stehen ihnen auch Pflegesachleistungen in Höhe von 1.298 Euro zu. Neben der Pflege durch einen Angehörigen oder durch einen Pflegedienst steht einem Betroffenen mit Pflegegrad 3 natürlich auch eine vollstationäre Pflege (i. H. v. 1.262 Euro) zu. Des Weiteren gibt es bei Pflegegrad 3 noch folgende Leistungen: einen Entlastungsbeitrag, Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Leistungen bei Pflegegrad 3 Monatlich Jährlich
Pflegegeld 545 Euro x
Pflegesachleistungen 1.298 Euro x
Betreuungs- und Entlastungsleistungen 125 Euro x
Kurzzeitpflege x 1.612 Euro
Verhinderungspflege x 1.612 Euro
Teilstationäre Pflege (Tages-/Nachtpflege) 1.298 Euro x
Vollstationäre Pflege 1.262 Euro x

Zusätzlich erhält ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 3 folgende Leistungen: Medizinische Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel (40 Euro monatlich), kostenlose Beratungen und kostenlose Kurse für pflegende Angehörige. Für die Anpassung der Wohnung gibt es einmalig 4.000 Euro sowie weitere Zuschüsse, sollte eine Wohngruppe oder Senioren-WG gegründet werden.

Pflegegrad 4: Diese Leistungen erhalten Pflegebedürftige

Der Pflegegrad richtet sich nach der Höhe der Bewertungspunkte durch die unabhängigen Gutachter. Liegt der Wert zwischen 70 und unterhalb 90 Punkte, erhält der Betroffene den Pflegegrad 4.

Werden Menschen mit Pflegegrad 4 in häuslicher Pflege durch Angehörige gepflegt, erhalten sie monatlich ein Pflegegeld in Höhe von 728 Euro. Alternativ stehen auch Pflegesachleistungen in Höhe von 1.612 Euro zu. Neben der Pflege durch einen Angehörigen oder durch einen Pflegedienst steht einem Betroffenen mit Pflegegrad 4 natürlich auch eine vollstationäre Pflege (i. H. v. 1.775 Euro) zu. Des Weiteren gibt es bei Pflegegrad 4 noch folgende Leistungen: einen Entlastungsbeitrag, Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Leistungen bei Pflegegrad 4 Monatlich Jährlich
Pflegegeld 728 Euro x
Pflegesachleistungen 1.612 Euro x
Betreuungs- und Entlastungsleistungen 125 Euro x
Kurzzeitpflege x 1.612 Euro
Verhinderungspflege x 1.612 Euro
Teilstationäre Pflege (Tages-/Nachtpflege) 1.612 Euro x
Vollstationäre Pflege 1.775 Euro x

Zusätzlich erhält ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 4 folgende Leistungen: Medizinische Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel (40 Euro monatlich), kostenlose Beratungen und kostenlose Kurse für pflegende Angehörige. Für die Anpassung der Wohnung gibt es einmalig 4.000 Euro sowie weitere Zuschüsse, sollte eine Wohngruppe oder Senioren-WG gegründet werden.

Pflegegrad 5: Diese Leistungen erhalten Pflegebedürftige

Der Pflegegrad richtet sich nach der Höhe der Bewertungspunkte durch die unabhängigen Gutachter. Liegt der Wert bei 90 bis 100 Punkten, erhält der Betroffene den Pflegegrad 5.

Werden Menschen mit Pflegegrad 5 in häuslicher Pflege durch Angehörige gepflegt, erhalten sie monatlich ein Pflegegeld in Höhe von 901 Euro. Alternativ stehen auch Pflegesachleistungen in Höhe von 1.995 Euro zu. Neben der Pflege durch einen Angehörigen oder durch einen Pflegedienst steht einem Betroffenen mit Pflegegrad 5 natürlich auch eine vollstationäre Pflege (i. H. v. 2.005 Euro) zu. Des Weiteren gibt es bei Pflegegrad 5 noch folgende Leistungen: einen Entlastungsbeitrag, Tages-/Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege.

Leistungen bei Pflegegrad 5 Monatlich Jährlich
Pflegegeld 901 Euro x
Pflegesachleistungen 1.995 Euro x
Betreuungs- und Entlastungsleistungen 125 Euro x
Kurzzeitpflege x 1.612 Euro
Verhinderungspflege x 1.612 Euro
Teilstationäre Pflege (Tages-/Nachtpflege) 1.995 Euro x
Vollstationäre Pflege 2.005 Euro x

Zusätzlich erhält ein Pflegebedürftiger mit Pflegegrad 5 folgende Leistungen: Medizinische Hilfsmittel, Pflegehilfsmittel (40 Euro monatlich), kostenlose Beratungen und kostenlose Kurse für pflegende Angehörige. Für die Anpassung der Wohnung gibt es einmalig 4.000 Euro sowie weitere Zuschüsse, sollte eine Wohngruppe oder Senioren-WG gegründet werden.

Pflegesachleistungen mit Pflegegeld oder Entlastungsbeitrag kombinieren

Pflegesachleistungen sind auch in Kombination mit Pflegegeld möglich – dann, wenn der Betroffene von Angehörigen und einem Pflegedienst gleichermaßen betreut wird. In diesem Fall gibt es das Pflegegeld aber nicht im vollem Umfang: Je mehr die Pflegesachleistungen ausgeschöpft sind, desto prozentual geringer ist das Pflegegeld.

Werden Pflegesachleistungen nicht vollständig genutzt, lässt sich der restliche Anspruch für Betreuungs- und Entlastungsleistungen nutzen – zusätzlich zu dem festen Entlastungsbeitrag in Höhe von 125 Euro. Bis zu 40 Prozent der Pflegesachleistungen (bei Pflegegrad 2 also bis zu 275,50 Euro) lassen sich auf diesem Weg übertragen.

Weitere Informationen zur Kurzzeitpflege und Verhinderungspflege bei Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5

Ist in einem Pflegeheim eine professionelle Kurzzeitpflege – beispielsweise nach einem Krankenhausbesuch – notwendig, steht einem Betroffenen mit Pflegegrad 2 oder höher ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 1.612 Euro zu. Ebenso hoch ist auch die Unterstützung für die Verhinderungspflege; ist der pflegende Angehörige krank, im Urlaub oder steht einfach für ein paar Stunden nicht zur Verfügung, steht einem die Verhinderungspflege in einem Pflegeheim zu.

Die Unterstützung für die Kurzzeitpflege kann bis zu acht Wochen genutzt werden, die Verhinderungspflege bis zu sechs Wochen im Jahr. Während einer der beiden Maßnahmen erhalten Sie weiterhin Ihr Pflegegeld, jedoch um 50 % vermindert. Das Beste ist: Das Geld für die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege lässt sich auch auf die jeweils andere Leistung anrechnen.

  • Wer seinen Anspruch auf Verhinderungspflege nicht vollständig geltend macht, kann sogar den vollen Satz auf die Kurzzeitpflege anrechnen – und damit bis zu 3.224 Euro nutzen.

  • Wird die Kurzzeitpflege nicht oder nicht vollständig in Anspruch genommen, lassen sich bis zu 50 Prozent des Anspruchs auf Kurzzeitpflege (also 806 Euro) für die Verhinderungspflege nutzen. In Summe ist dann also eine Verhinderungspflege mit bis zu 2.418 Euro möglich.

DMRZ.de Pflegegrad-Rechner
Der praktische Pflegegrad-Rechner von DMRZ.de

Speziell für Pflegedienste oder andere Leistungserbringer in der Pflege hat das Deutsche Medizinrechenzentrum (DMRZ.de) einen praktischen Pflegegrad-Rechner entwickelt. Exklusiv für alle, die ihre Leistungen über DMRZ.de verwalten und abrechnen.

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