Heilmittel: Die wichtigsten News und Infos für Heilmittelerbringer

Deutsches Medizinrechenzentrum

Wissenswertes für Heilmittelerbringer

  • Alle Neuigkeiten, Informationen und Grundlagen
  • Von DMRZ.de zusammengetragen
  • Infos zu Indikationsschlüssel und Tarifen

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Heilmittel: Die wichtigsten News und Infos für Heilmittelerbringer

Die Heilmittel-Branche entwickelt sich kontinuierlich weiter – in der Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie oder in anderen Bereichen. Wir vom Deutschen Medizinrechenzentrum (DMRZ.de) haben alle relevanten News und Informationen gesammelt und für Sie zusammengefasst. Hier werden Sie fündig!

Indikationsschlüssel, Positionsnummern, Institutionskennzeichen und Tarife für Heilmittelerbringer

Damit Sie beispielsweise als Physiotherapeut, Logopäde, Podologe oder Ergotherapeut nicht ewig nach den passenden Positionsnummern suchen, finden Sie hier alle Informationen und die wichtigsten Links.

Indikationsschlüssel
Positionsnummern
Tarife & Verträge
Institutionskennzeichen
Die Indikationsschlüssel für die Heilmittelverordnung

Die Indikationsschlüssel für die Heilmittelverordnung

Heilmittelerbringer sind verpflichtet, korrekt ausgefüllte Verordnungen mit Indikationsschlüssel anzugeben. Der Indikationsschlüssel, den der Arzt angibt, bezeichnet den medizinischen Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Maßnahme. Er entspricht bei der Heilmittelverordnung nicht wie sonst üblich dem ICD-10, sondern ist ein eigener Schlüssel. Er gibt einen Hinweis auf die Störung und das verordnete Heilmittel aus dem Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Podologie. Die Heilmittel sind diesen Indikationsschlüsseln zugeordnet. Ohne Indikationsschlüssel ist eine Abrechnung mit den Kassen nicht möglich.

Alle Indikationsschlüssel finden Sie im Heilmittelkatalog (Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss).

Beachten Sie: Selbst kleine Formfehler, die dem Arzt bei der Ausstellung oder dem Therapeuten bei der Abrechnung der Verordnung unterlaufen, können zu Rechnungskürzungen führen. Beachten Sie deswegen unsere ausführlichen Informationen zum Indikationsschlüssel.

Mehr zu den Indikationsschlüsseln
Alle Heilmittelpositionsnummern auf einen Blick

Alle Heilmittelpositionsnummern auf einen Blick

Im Bereich Heilmittel gibt es die Heilmittelpositionsnummern, um Leistungen eindeutig zu identifizieren. Die Positionsnummern definieren genau, welche Leistungen im Bereich Heilmittel möglich sind und unter welcher Bezeichnung bzw. Nummer diese mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Heilmittelpositionsnummern sind fünfstellig, wobei als Platzhalter der ersten Ziffer in der Regel ein "X" gesetzt ist. Dieses tauschen Sie gegen die passende Nummer zu Ihrer Leistungserbringergruppe aus. Beispielswiese steht die 2 für Physiotherapeuten und Krankengymnasten, die 7 für Podologen.

Wir haben genauere Informationen zu den Positionsnummern zusammengestellt. Hier finden Sie auch Informationen zu anderen Positionsnummern, die für Heilmittelerbringer interessant sein können (z. B. Sonstige Leistungen oder Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen in Kurorten). Die Nummern selbst finden Sie u. a. im "Bundeseinheitlichen Heilmittelpositionsnummernverzeichnis" (PDF vom 27.11.2017, 199 KB, Quelle: GKV).

Verträge und Tarife für Heilmittelerbringer

Verträge und Tarife für Heilmittelerbringer

Es ist mühselig, bei den Abrechnungen immer die passenden Tarife parat zu haben. Immerhin: Wie Sie weiter unten nachlesen können, hat das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) dafür gesorgt, dass seit Juli 2019 für jeden Heilmittelberuf bundeseinheitliche Verträge und Vergütungen gibt.

Rechnen Sie Ihre Heilmittelleistungen über DMRZ.de mit den Krankenkassen ab, dann haben Sie es einfach: Wir hinterlegen Ihre Vergütungsvereinbarungen in DMRZ.de-System. Auch Aktualisierungen werden von unseren Vertragsmanagern kontinuierlich eingepflegt. Das vereinfacht die Abrechnung mit den Kostenträgern enorm.

Mehr zu den Vergütungsvereinbarungen
So einfach beantragen Sie ein Institutionskennzeichen

So einfach beantragen Sie ein Institutionskennzeichen

Keine Abrechnung von Leistungen ohne Institutionskennzeichen (IK)! Gerade Gründer in der Heilmittelbranche vergessen am Anfang schnell, dass Sie eine IK-Nummer benötigen. Das Institutionskennzeichen ist eine bundesweit gültige eindeutige Identifikation für alle Leistungserbringer im Gesundheitswesen, die mit den gesetzlichen Kassen abrechnen möchten. Es handelt sich beim IK um eine neunstellige Zahl und ist wie folgt aufgebaut:

  • Ziffer 1-2: „Klassifikation“ – Art der Einrichtung oder die Branche
  • Ziffer 3-4: „Regionalbereich“ – Bundesland der Einrichtung
  • Ziffer 5-8: „Seriennummer“ – fortlaufende ID
  • Ziffer 9: Prüfziffer

Wir haben für Sie gesondert zusammengestellt, wie Sie ein IK beantragen können.

Mehr zu den Institutionskennzeichen

Alle Indikationsschlüssel, Positionsnummern und Verträge – für Sie hinterlegt

Rechnen Sie Heilmittel über DMRZ.de ab, sind im System bereits alle Positionsnummern, Schlüssel und aktuellen Tarife hinterlegt. Einfach die ersten Buchstaben der Leistung eingeben und Sie erhalten direkt die passenden Vorschläge als Auswahlliste. Positionsnummern, Indikationsschlüssel, Leistungsdauer, Preise – immer aktuell und griffparat. Sparen Sie mit DMRZ.de wertvolle Zeit.

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Wichtige Infos zu Unterbrechungsfristen zwischen zwei Behandlungen

Nicht nur aufgrund formaler und inhaltlicher Fehler können Heilmittelverordnungen von Krankenkassen abgesetzt werden: Ist die Unterbrechung einer Behandlung zu groß, dann kann diese ebenfalls abgelehnt werden. Laut  § 16 Abs. 3 der Heilmittel-Richtlinien (HeilM-RL) verliert eine Verordnung für die noch verbleibenden Behandlungseinheiten ihre Gültigkeit, sollte sie länger als 14 Kalendertage unterbrochen.

Eine Verordnung bleibt aber trotz einer längeren Unterbrechung gültig, wenn begründete Ausnahmefälle vorliegen. Diese unterscheiden sich ggf. von Kasse zu Kasse. Die DAK Gesundheit beispielsweise gestattet Unterbrechungsfristen von bis zu maximal 28 Tagen, wenn diese wie folgt begründet sind:

  • „therapeutisch indizierte Behandlungsunterbrechung in Abstimmung mit dem verordnenden Arzt“
  • „Krankheit des Patienten/Therapeuten“
  • „Ferien bzw. Urlaub des Patienten/Therapeuten“

Zuzahlung bei Heilmittelverordnungen: Darauf müssen Sie achten

Auch wenn die Praxisgebühr längst abgeschafft wurde, so besteht im Bereich Heilmittel weiterhin eine Rezeptgebühr. Oft wird davon ausgegangen, hierbei handelt es sich um eine Praxisgebühr. Doch bei der Zuzahlung handelt es sich um etwas völlig anderem.

§ 32 Abs. 2 sowie § 61 Abs. 3 aus dem Sozialgesetzbuch V regeln die Rezeptgebühr: Die Zuzahlung bei Heilmittel besteht aus 10 % der Leistung + 10 Euro. Aufgrund der Zuzahlungs-Grundpauschale von 10 Euro entsteht oft der falsche Vergleich mit der ehemaligen Praxisgebühr.

Eine weitere Verwirrung, was die Zuzahlungsrechnungen angeht, betrifft die Umsatzsteuer: Sind Sie als Heilmittelerbringer umsatzsteuerpflichtig, rechnen Sie Ihre Leistungen bei den Kassen ganz normal mit der Umsatzsteuer ab. Doch bei Zuzahlungsrechnungen an die Patienten sollten Sie dies nicht tun: Aus umsatzsteuerrechtlicher Sicht werden die Leistung nicht gegenüber dem Versicherten erbracht. Tatsächlich erfolge die Lieferung umsatzsteuerrechtlich an die Krankenkassen, so das Bundesfinanzministerium. Bei Abrechnungen an den Versicherten gibt es nun zwei Möglichkeiten, diese rechtskonform zu gestalten.

  • Einerseits kann die Krankenkasse als Leistungsempfänger bezeichnet werden, zum Beispiel durch Hinzufügen folgenden Satzes auf der Rechnung: „Leistungsempfänger ist die Krankenkasse. Diese Rechnung berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug.“ auf der Rechnung.

  • Andererseits besteht die Möglichkeit, auf den gesonderten Ausweis der Umsatzsteuer zu verzichten.

Wir haben für Sie ausführliche Informationen zum Vorsteuerabzug in Zuzahlungsrechnungen zusammengetragen. Nutzen Sie DMRZ.de, um mit den Kassen abzurechnen und Zuzahlungsrechnungen an die Versicherten auszustellen, dann brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen: Wir haben den Satz „Leistungsempfänger ist die Krankenkasse. Diese Rechnung berechtigt nicht zum Vorsteuerabzug.“ automatisch in Zuzahlungsrechnungen mit eingebaut. So sind Sie mit DMRZ.de in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Schnell und einfach: Zuzahlungsrechnungen

Rechnen Sie Ihre Heilmittelleistungen über DMRZ.de ab, sind auch Zuzahlungsrechnungen an die Patienten schnell und einfach erledigt. Verwalten Sie sämtliche Abrechnungen über das DMRZ.de-System. Und sparen Sie wertvolle Zeit. So einfach geht Abrechnung heute!

MEHR ABRECHNUNG

Vereinfachtes Genehmigungsverfahren und Blankoverordnungen – dank Heilmittel-Richtlinie und TSVG

Für Heilmittelerbringer ist die Organisation der Heilmittelverordnungen ein anstrengendes Thema. Die Abstimmung zwischen Arzt und Kostenträger nimmt viel Zeit in Anspruch. Eine schnelle Versorgung der zu behandelnden Patienten hat deswegen ein große Bedeutung im deutschen Gesundheitssystem.

Bereits seit 2017 sind für Patienten mit einem langfristigen Heilmittelbedarf keine Anträge bei der Krankenkasse mehr nötig. Kern des vereinfachten Genehmigungsverfahrens sind zwei Diagnoselisten. Dort sind die Erkrankungen aufgeführt, bei denen von einem langfristigen Heilmittelbedarf auszugehen ist und bei denen die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt die erforderlichen Heilmittel ohne Antrag verordnen kann. Hier finden Sie mehr Informationen zum vereinfachten Genehmigungsverfahren.

Beachten Sie: Laut der 2019 veröffentlichten neuen Fassung der Heilmittel-Richtlinie wird die Unterscheidung zwischen Verordnungen innerhalb/außerhalb des Regelfalls ab den 1. Oktober 2020 wegfallen. Das hat zur Folge dass auch das „Genehmigungsverfahren bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls“ ab Oktober 2020 abgeschafft sein wird.

Eine Neuerung bringt übrigens das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG). 2021 wird es sogenannte Blankoverordnungen geben, die die Versorgung der Patienten mit Heilmitteln um eine weitere Stufe erleichtern sollen. Alle Informationen dazu finden Sie im nachfolgenden Absatz.

TSVG: Bessere Vergütung und mehr Verantwortung

Am 11. Mai 2019 trat das neue Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) in Kraft. Ziel des „Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung“ ist unter anderem, dass Termine rascher vergeben werden können und die Versorgung der Patienten verbessert wird. Auch die Versorgung mit Heilmitteln. Zum einen erhalten Heilmittelerbringer mehr Verantwortung, zum anderen verbessern sich aber von Physiotherapeuten, Logopäden und Co. grundsätzlich die Arbeitsbedinungen.

Mehr Verantwortung
Einheitliche Verträge
Honorierung
Zulassung
TSVG Blankoverordnungen für Heilmittelleistungen

Blankoverordnungen für Heilmittelleistungen

Spätestens ab November 2020 können Ärzte sogenannte Blankoverordnungen verschreiben. Hierbei nehmen die Ärzte weiterhin die Indikationsstellung und die Verordnung vor, doch der Heilmittelerbringer selbst kann entscheiden, welche Leistung in welcher Dauer und Frequenz benötigt wird. Die genauen Indikationen werden vom GKV-Spitzenverband und den maßgeblichen Spitzenverbänden bis Ende März 2020 vereinbart.

TSVG Einheitliche Heilmittel-Verträge

Neue Verträge auf Bundesebene

Bis zum 15. November 2020 gibt es für die Heilmittelerbringer bundeseinheitliche Verträge. Es wird nicht mehr unterschieden, aus welchem Bundesland ein Leistungserbringer kommt. Die Vergütung erfolgt einheitlich. Das vereinfacht nicht nur die Abrechnung mit den Kassen.

TSVG - Dauerhaft mehr Geld für Heilmittelerbringer

Dauerhaft mehr Geld für Heilmittelerbringer

Seit dem 1. Juli 2019 gibt es bundeseinheitliche Tarife, angehoben auf den höchsten von einer Krankenkasse in einer Region vereinbarten Preis. Die Anbindung der Preise für Leistungen der Heilmittelerbringer an die Grundlohnsumme wird generell aufgehoben. Außerdem müssen bei zukünftigen Preisverhandlungen die wirtschaftlichen Interessen der freiberuflich tätigen Heilmittelerbringer sowie der Angestellten in den ambulanten Praxen stärker berücksichtigt werden.

TSVG Vereinfachte Zulassungsbedingungen

Vereinfachte Zulassungsbedingungen zum Heilmittelerbringer

Die Zulassung zum Leistungserbringer für Heilmittel soll zukünftig weniger bürokratisch werden. Starre Vorgaben werden gelockert. Die personellen, räumlichen und sachlichen Voraussetzungen, die ein Leistungserbringer erfüllen muss, werden von nun an in dem jeweiligen bundeseinheitlichen Vertrag geregelt.

Auf einer gesonderten Seite finden Sie weitere Informationen zum Terminservice- & Versorgungsgesetz.

Zeitplan: Alle Termine zum TSVG und zur neuen Heilmittel-Richtlinie

  • 11. Mai 2019 – Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes
  • 1. Juli 2019 – Preiserhöhung für Heilmittelerbringer: Die erste Auswirkung des TSVG ist die Erhöhung der Preise für alle Heilmittelerbringer. Ab sofort sind alle Preise auf einem bundeseinheitlichen Stand.
  • 1. September 2019 – vereinfachtes Zulassungsverfahren: Die Zulassung einer Praxis für den Bereich Heilmittel ist nun weit einfacher als bisher. Das Verfahren erfolgt einheitlich und kassenartenübergreifend. Ab sofort gibt es pro Bundesland nur noch eine einzelne Zulassungsbehörde.
  • 19. September 2019 – Beschluss der neuen Heilmittel-Richtlinie
  • bis 15. November 2019 – gemeinsame Schiedsstelle: Der GKV-Spitzenverband und die maßgeblichen Heilmittelverbände bilden eine gemeinsame Schiedsstelle. Diese regelt bei Meinungsverschiedenheiten, die in der Erstellung des Versorgungsvertrag und in zukünftigen Vergütungsverhandlungen auftreten können.
  • 30. Juni 2020 – Ende der Mindestlaufzeit aller bundeseinheitlichen Preise
  • 1. Juli 2020 – Inkrafttreten des bundeseinheitlichen Versorgungsvertrages
  • 1. Oktober 2020 – Inkrafttreten der neuen Hilfsmittel-Richtlinie: Die im September 2019 beschlossene neue Hilfsmittel-Richtlinie tritt in Kraft. Das sind die bedeutendsten Änderungen:
    • Abschaffung der Unterscheidung von Verordnungen innerhalb/außerhalb des Regelfalls: Ab sofort wird nicht mehr unterschieden, ob eine Verordnung innerhalb oder außerhalb des Regelfalls gilt. Das „Genehmigungsverfahren bei Verordnungen außerhalb des Regelfalls“ ist damit nicht mehr notwendig und fällt weg.
    • Einführung einer orientierten Behandlungsmenge
    • Neufassung des Heilmittelkatalogs: Der Heilmittelkatalog ist nun weit schlanker als zuvor. Die Struktur und Darstellungsform wird vereinfacht.
    • Vereinfachung der geplanten Blankoverordnung
  • bis 1. November 2020 – Fertigstellung der Verträge zur Blankoverordnung: Bis spätestens November 2020 steht die „Heilmittelversorgung mit erweiterter Versorgungsverantwortung“ fest.
  • 1. Januar 2021 – Inkrafttreten der Blankoverordnungen

 

Hier finden Sie ein umfassendere Fassung des Heilmittel-Zeitplans.

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