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Pflegeplanung: 10 geniale Tipps zur Erstellung von Pflegestandards

Setzen Sie auf Pflegestandards, um die Qualitätssicherung Ihres Pflegebetriebs zu garantieren. Wir verraten Ihnen in 10 Tipps, worauf Sie achten sollten.

Pflegestandards sind Richtlinien zur Qualitätssicherung in der Pflege. Sie legen tätigkeitsbezogen fest, welche Maßnahmen das Personal in konkreten Situationen des Pflegealltags leisten darf und soll. Somit sollen Pflegestandards Handlungsabläufe unterstützen. 

Von der jeweiligen Situation abhängige individuelle Handlungen sind dadurch aber nicht ausgeschlossen, sondern im Gegenteil – wichtig und vom Pflegestandard her auch gefordert.

Auch Sie sollten Standards für die täglichen Aufgaben des Pflegealltags erstellen mit der Zielsetzung, Vorgehensweisen zu vereinheitlichen und die Qualität Ihrer Aktivitäten zu verbessern.

Pflegestandards einführen – diese 10 Tipps machen es möglich

  1. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über alle Pflegehandlungen, in denen sich für Ihre Mitarbeiter oder Patienten Gefährdungen ergeben und über Situationen, in denen häufig Fehler auftreten.
  2. Starten Sie mit der Situation, in der sich am häufigsten Probleme ergeben.
  3. Binden Sie Ihre Mitarbeiter ein. Erarbeiten Sie den Standard gemeinsam, z. B. anhand von Fachliteratur, Pflegefachzeitschriften, Weiterbildungen etc.
  4. Prüfen Sie, ob der Standard den allgemein gültigen Regelungen und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht.
  5. Verteilen Sie den Standard an alle Mitarbeiter, unabhängig davon, ob sie an der Erstellung mitgewirkt haben.
  6. Stellen Sie sicher, dass alle Mitarbeiter den Standard verstanden haben. Offene Fragen sollten umgehend geklärt werden. Bei Bedarf ist eine Fortbildung nützlich.
  7. Sind noch wichtige Punkte zur Sprache gekommen, die bisher im Standard nicht mit aufgeführt sind, können Sie diese bei Bedarf noch einbauen.
  8. Informieren Sie Ihre Mitarbeiter, dass der Standard nun verbindlich eingeführt wird, und sorgen Sie dafür, dass jeder Mitarbeiter ein Exemplar erhält.
  9. Kontrollieren Sie regelmäßig die Umsetzung des Standards, z. B. durch Pflegevisiten.
  10. Überprüfen Sie den Standard regelmäßig – mindestens halbjährlich – auf seine Aktualität, z. B. durch Hinzuziehung von Fachliteratur, Pflegefachzeitschriften, Weiterbildungen etc.

Checkliste: Das sollte Ihr Standard enthalten

Die Erstellung von Pflegestandards ist gar nicht so einfach. Es gibt viele Punkte zu beachten, damit der Standard auch wirklich seinen Zweck erfüllt. Daher finden Sie hier noch eine Auflistung der wichtigen Punkte, die Sie während der Erstellung im Auge behalten sollten und die Sie für eine spätere Überprüfung Ihrer Standards zu Rate ziehen können.

  • Pflegeverständnis
  • Vorteile
  • Pflegezielsetzungen
  • Überprüfbarkeit
  • Alternativen im Handlungsspielraum
  • Literaturhinweise
  • Veränderungen in der Pflege dadurch
  • Unterschiede zu Lehrbuchmeinungen (Ein Standard sollte weit mehr beinhalten als Lehrbuchmeinungen.)
  • Darstellung von Begründungen im Standard
  • Pflegeniveau, welches erreicht werden soll
  • Informationen, die über Ausbildungsstand von examinierten Pflegekräften hinausgehen
  • Informationen zu banal oder zu komplex?
  • Verantwortlicher für Standard
  • „Haltbarkeitsdatum“ des Standard
  • Wer darf ihn bei wem umsetzen?
  • Gibt es Fortbildungen dazu, besteht ein Fortbildungsbedarf?

(Quelle: Pflegewiki)

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