Pflege-Stärkungsgesetz II: Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Tagespflege, Stationäre Pflege übersichtlich als Tabelle

Gestiegene Pflegesachleistungen, Pflegegeld, Tagespflege, Stationäre Pflege im Rahmen von Pflege-Stärkungsgesetz II

Am 12.8.15 wurde der Entwurf der zweiten Stufe des Pflegestärkungsgesetzes (PSG II) beschlossen. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Wir haben die wichtigen Änderungen für Sie zusammengefasst.

Am 12.8.15 wurde der Entwurf "Zweite Stufe Pflegestärkungsgesetz (PSG II)" beschlossen. Das Gesetz soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten. Die neue Form der Begutachtung und die Umstellung der Leistungsbeträge aus der Pflegeversicherung sollen zum 1. Januar 2017 gelten. Die Pflegereform PSG II ist damit auf den Weg gebracht. Wir haben die wichtigen Änderungen für Sie zusammengefasst. Zentral ist die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, der nicht nach Pflegestufen sondern ab 2016 nach Pflegegraden unterscheidet. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff wird jetzt endlich Wirklichkeit."

  • Höhere ambulante Sachleistungsbeträge
  • Statt 3 Pflegestufen jetzt 5 Pflegegrade
  • 6 Kriterien zur Einstufung in die 5 Pflegegrade

    • 1. Mobilität
    • 2. Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    • 3. Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    • 4. Selbstversorgung
    • 5. Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    • 6. Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte

  • Automatische Überleitung bereits Pflegebedürftiger von den Pflegestufen in die Pflegegrade
  • Die Unterstützung Pflegebedürftiger setzt mit der neuen Begutachtung früher als bisher ein (Pflegegrad 1: Menschen die noch keinen erheblichen Unterstützungsbedarf haben), mit 500.000 zusätzlichen Anspruchsberechtigten rechnet das Bundesministerium für Gesundheit.
  • In der stationären Pflegeversorgung wird künftig der pflegebedingte Eigenanteil mit zunehmender Pflegebedürftigkeit nicht mehr ansteigen. Das Ministerium rechnet im Bundesdurchschnitt mit einem durchschnittlichen Eigenanteil im Jahr 2017 von voraussichtlich rund 580 Euro. Zusätzlich haben gesetzlich Versicherte Anspruch auf zusätzliche Betreuungsangebote, dafür sollen zusätzliche Pflegekräfte eingestellt werden.
  • Neuer Grundsatz "Reha vor Pflege", bundesweit einheitlich, strukturierte Verfahren für die Rehabilitationsempfehlungen.
  • Pflegende Angehörige werden in der Renten- und Arbeitslosenversicherung zukünftig besser abgesichert. Wird z.B. eine pflegebedürftige Person mit Pflegegrad 5 (mit außerordentlich hohem Unterstützungsbedarf) von einem Angehörigen gepflegt, dann erhält diese um 25 Prozent höhere Rentenbeiträge als bisher.
  • Die Pflegeberatung, zur Information Betroffener und deren Angehöriger soll ausgeweitet werden, die Zahl der Beratungsstellen soll ausgeweitet werden.
  • Änderungen zur Verwaltungsvereinfachung und Entlastung der Versicherten und Pflegebedürftigen von Bürokratie. So erhält der Versicherte zukünftig direkt selbst die Pflegegrad-Einstufung des MDK.
  • Die Schiedsstelle zur Qualitätssicherung gemäß § 113b SGB XI wird zu einem Qualitätsausschuss (Verhandlungs- und Entscheidungsgremium) ausgebaut. Insgesamt werden neue Regelungen zur Qualitätssicherung, -prüfung und -darstellung eingeführt, überarbeitet und ausgebaut.
  • Die Pflege-Selbstverwaltung wird gesetzlich verpflichtet, ein wissenschaftlich fundiertes Personalbemessungssystem zu entwickeln und zu evaluieren.
  • Zur Finanzierung des PSG II steigt der Beitrag der Pflegeversicherung zum 1. Januar 2017 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55 bzw. 2,8 Prozent für Kinderlose.

PSG II und Höhe der Hauptleistungen in Euro

Hauptleistungsbeträge in Euro im PSG II Entwurf (* Als Geldbetrag, der für Erstattung der Betreuungs- und Entlastungsleistungen zur Verfügung steht.)
Leistungsart PG 1 PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
Geldleistung ambulant 125* € 316 € 545 € 728 € 901 €
Sachleistung ambulant 689 € 1298 € 1612 € 1995 €
Leistungsbetrag stationär 125 € 770 € 1262 € 1775 € 2005 €

Pflegestärkungsgesetz II (PSG II), Pflegegeld, Pflegesachleistung, Tagespflege und Stationäre Pflege

Leistungs-Angaben der Pflegegrade in € pro Monat:
Pflegegrad Pflegegeld Pflegesachleistung Tagespflege Stationäre Pflege
(Pflegeheim)
PG 1 (Pflegegrad 1) 125 € 125 €
PG 2 (Pflegegrad 2) 316 € 689 € 689 € 770 €
PG 3 (Pflegegrad 3) 545 € 1.298 € 1.298 € 1.262 €
PG 4 (Pflegegrad 4) 728 € 1.612 € 1.612 € 1.775 €
PG 5 (Pflegegrad 5) 901 € 1.995 € 1.995 € 2.005 €

Automatische Überleitung der derzeitigen Pflegestufen in die ab 2017 geltenden Pflegegrade:

Tabelle: Überführung der Pflegestufen in die Pflegegrade auf Basis des PSG II Pflegestärkungsgesetz
Pflegestufe Pflegegrad
Pflegestufe 0 Pflegegrad 1 (PG 1)
Pflegestufe 1 Pflegegrad 2 (PG 2)
Pflegestufe 1 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 3 (PG 3)
Pflegestufe 2 Pflegegrad 3 (PG 3)
Pflegestufe 2 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 4 (PG 4)
Pflegestufe 3 Pflegegrad 4 (PG 4)
Pflegestufe 3 + eingeschränkte Alltagskompetenz Pflegegrad 5 (PG 5)
Härtefall Pflegegrad 5 (PG 5)

Für ambulante Pflegedienste bringt das Pflege-Stärkungsgesetz eine Vielzahl von Veränderungen der Vergütungen der Pflegesachleistungen im Zusammenspiel mit dem Mindestlohn. Die wichtigen Veränderungen der Abrechnung der Sachleistungen erhalten Sie hier:

Neue Pflegesachleistungen 2015

Neue Pflege-Sachleistungsbeträge nach § 36 SGB XI und § 123 SGB XI (eingeschränkte Alltagskompetenz)
Pflegestufe Höhe § 36 SGB XI § 123 SGB XI (eingeschränkte Alltagskompetenz)
Pflegestufe 0 0 € 231 €
Pflegestufe I 468 € 689 €
Pflegestufe II 1.144 € 1.298 €
Pflegestufe III 1.612 € 1.612 €

Beratungsbesuch nach § 37.3 SGB XI mit Vergütung nach Pflegestufe

Vergütungen Beratungseinsätze 2015 / 2014 nach § 37 Absatz 3 SGB XI
Pflegestufe Beratungsbesuch § 37 Abs. 3 SGB XI (1.1.2015), bis zu 2014
Pflegestufe 0 22 € 21 €
Pflegestufe 1 22 € 21 €
Pflegestufe 2 22 € 21 €
Pflegestufe 3 32 € 31 €
Härtefall 32 € 31 €
Zusätzlich können zwischen Kasse und Pflegedienst abweichende Vereinbarungen getroffen werden.

Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI abrechnen

Sie können in den Stammdaten der Versicherten (Menüpunkt: "Versicherte") im Reiter "Verwaltung" das Feld "§37.3 SGB XI" kennzeichnen. Möchten Sie sich nun gezielt die Versicherten im System anzeigen lassen, dann können Sie dies durch Aktivierung des Such-Filters mit der Option "Aktuelle § 37.3". Klicken Sie einfach im Suchfeld oben rechts in der Navigation auf das kleine Pfeilsymbol "Aktuelle" und wählen Sie anschließend aus dem Kontextmenü "§37.3 (gesperrte / verstorbene ausblenden)".

Entsprechend können MDK-relevante Statistiken und Druckoptionen auch über den Filter ausgegeben werden. Auch die Druckoption für die Versichertenliste bezieht sich auf den jeweilig ausgewählten Filter.

Mit Hilfe dieser Einstellungen ist es nun möglich, klar zwischen den Empfängern ambulanter Leistungen und denen für die Beratungsangebote nach §37.3 SGB XI zu unterscheiden, um den Überblick zu bewahren.

In der Pflege sind Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI (Qualitätssicherungsbesuche für Pflegegeldleistungsempfänger) mittlerweile gelebte Praxis. Damit Sie als Pflegedienst die Versicherten, die nach § 37.3 SGB XI besucht wurden, ausfiltern können, haben wir unsere Software um diese weitere wichtige Funktion bereichert. Nun können Versicherte für die Überprüfung des Pflegestatus nach §37.3 gekennzeichnet werden.

Pflegedienstsoftware / Online-Abrechnung: Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI filtern
Pflegedienstsoftware / Online-Abrechnung: Beratungsbesuche nach § 37.3 SGB XI filtern

Pflegeverbrauchsmittel und -pakete

Pflegehilfsmittelpauschale: Mit Einführung des Pflegestärkungsgesetzes I hat sich der Pauschalbetrag für Pflegehilfsmittel in 2015 erhöht. Sehen Sie hier wieviel mehr Pflegebedürftige erhalten.

Beratungsgespräche (37.3 SGB XI)

Beratungsgespräche nach § 37.3 SGB XI einfach und günstig mit allen Kostenträgern abrechnen und in der MDK-Statistik einfach berücksichtigen.

Änderungen des Pflegestärkungsgesetzes I und II

Die pflegerische Versorgung wurde vom Bundesgesundheitsministerium noch einmal mit Anbruch des Jahres 2015 gestärkt. So wurden die Sätze für das Pflegegeld und die Pflegesachleistungen angehoben.

Pflege Neuausrichtungsgesetz (PNG)

Inkrafttreten Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz 1.1.2013: Änderungen für ambulante Pflegedienste in der Abrechnung von Pflegeleistungen (Pflegesachleistungen) und Pflegegeld für Angehörige.

PNG Pflegegeld 2014 - 2017

Pflegegeld 2014 - 2016: Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz (PNG) ergeben sich Erhöhungen von Pflegesachleistungen und Pflegegeld. Hier haben wir für Sie alle Veränderungen aufgelistet.

Pflegegrade statt Pflegestufen

Pflegegrade: Gesundheitsminister Hermann Gröhe sieht Handlungsbedarf in der Pflege. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung eine mehr als notwendige Entscheidung. Lesen Sie was passiert.

Kostenlose Inklusivleistungen

Kostenlose Inklusivleistungen beim DMRZ

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann legen Sie sich einfach einen unverbindlichen und kostenlosen Zugang beim DMRZ an für unsere Abrechnungssoftware! Sie zahlen nur dann die günstige Abrechnung zu 0,5%*, wenn Sie tatsächlich über das DMRZ mit den Krankenkassen abrechnen. Sonst nicht!


Jetzt kostenlos anmelden >

Kein Mindestumsatz • Keine Mindestvertragslaufzeit • Keine Grundgebühr

Teilen Sie diese Seite
Erst aktivieren, dann sharen. So übertragen Sie persönliche Daten nur, wenn Sie es wünschen.

Kostenlose Hotline: 0211 6355-9087 *2

Haben Sie Fragen zu unseren Angeboten oder eine Frage zur Abrechnung?

Rufen Sie an: Mo.-Fr. 8-20 Uhr,Sa. 9-16 Uhr

Rückrufwunsch Kunde? Interessent?

Besondere Rückrufwünsche:


Pflichtfelder sind mit einem roten * markiert. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass Ihre Daten zur Kontaktaufnahme gespeichert werden.
Pflichtfelder sind mit einem roten * markiert. Bitte nehmen Sie zur Kenntnis, dass der Versand des Formulars über eine unverschlüsselte Verbindung erfolgt.
Rückrufe erfolgen in der Regel mo-fr.: 9.00-17.00 Uhr

SOFTWARE: Kostenlose Pflegesoftware (mobile Pflege-Cloud)

Die Broschüre zur mobilen Pflege Cloud und der kostenlosen Software des DMRZ

Broschüre kostenlose Pflegesoftware3

Diese Broschüre beschreibt die neue Mobile-Pflege-Cloud, mit der Sie Pflegedokumentationen mobil erfassen und scannen können und es beschreibt die wichtigen Aspekte der kostenlosen Pflegesoftware3 des DMRZ.

Pflegebroschüre herunterladen
Download, PDF (8,7 MB) starten

PNG Pflege-Neuausrichtungsgesetz Broschüre mit Zeitplan PDF

Die Pflege-Neuausrichtungsgesetz Broschüre mit Zeitplan für alle ambulanten Pflegedienste

Broschüre PNG Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz PDF

Diese Broschüre fasst alle Veränderungen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes übersichtlich mit Zeitplan zusammen. Alle Veränderungen des Pflegegeldes und der Pflegesachleistungen sind in Tabellen aufbereitet.

PNG Broschüre herunterladen
Download, PDF (2,3 MB)

Kostenlose Pflege-Software

Pflegesoftware
Lernen Sie unsere kostenlose Pflege-Software inkl. Tourenplanung, Dienstplanung, Pflegeplanung, Pflegedokumentation und mobile Leistungserfassung kennen. Melden Sie sich dafür hier unverbindlich an.

Pflege-Software Infoflyer
Hier können Sie unseren Infoflyer (8 MB) zur kostenlosen Pflege-Software herunterladen.

Pflege App als Teil der Pflegesoftware auf google kostenfrei downloaden:

Get it on Google Play ™

Rechenbeispiel

Rechenbeispiel

Pro 1000 Euro Abrechnungssumme ...

... droht Ihnen bei Papierabrechnung aufgrund fehlender DTA seitens Krankenkassen eine Rechnungskürzung von 50 Euro.
... zahlen Sie bei Abrechnungszentren unter Umständen zwischen 25 bis 80 Euro.
... zahlen Sie bei uns lediglich 5 Euro.

Login
© 2008-2016 DMRZ GmbH Google Sitemap ι Sitemap ι RSS ι Impressum ι AGB ι Datenschutzerklärung ι Datenschutzerklärung Krankentransport-App ι Datenschutzerklärung Pflege-App ι Suche

Einfach online abrechnen mit DMRZ Cloud Computing ι Abrechnungs-Software ohne Mindestvertragslaufzeit (rechtssicher nach §302 SGB V und §105 SGB XI) - Google - Sammy DMRZ

Pflege ι Telemedizin ι  Ärzte (Selektivverträge) ι  Heilmittel ι  Hilfsmittel ι  Krankentransport ι  Hebammen ι  Rehabilitationssport ι  Mobilitätshilfe ι  Inkontinenz ι  Verbände ι  Schulen -> DMRZ Akademie

Rechtliche Hinweise: * = Beim DMRZ bezahlen Sie nur 0,5% der Bruttoabrechnungssumme zzgl. MwSt. für die Abrechnung mit allen Kostenträgern.
** = %-Vorfinanzierung der Bruttorechnungssumme ggf. zzgl. MwSt. (Vorfinanzierungszeitraum 60 Tage, Auszahlungsquote 100% minus der jeweiligen Factoringgebühr, keine zusätzlichen Kosten), nicht inbegriffen ist die Abrechnung
*2 = Für die Hotline fallen keine extra Kosten an. Sie bezahlen nur die ortsüblichen Telefontarife. Belegerfassung
5 = Bei der Nutzung mobiler Dienste fallen ggf. zusätzliche Verbindungskosten an.
3 = "Kostenlose Software" bezeichnet die kostenlose Software-Nutzung bei kostenloser, gültiger Anmeldung für die DMRZ-Onlineplattform, Abrechnung ist kein Teil der Software
Android, Google Play, Google und das Google Play-Logo sind Marken von Google Inc. Sämtliche Marken, eingetragene Warenzeichen und Produktnamen sind Eigentum des jeweiligen Inhabers. Sollten wir ein Marken- oder Warenzeichen irrtümlich benutzt oder einen Copyright-Hinweis übersehen haben, teilen Sie uns das bitte mit.
"Kostenlose Software" bezeichnet die kostenlose Software-Nutzung bei kostenloser, gültiger Anmeldung für die DMRZ-Onlineplattform, Abrechnung ist kein Teil der Software