Öl und Kraftstoffpreise halten die Taxibranche in Atem

Spritpreise treiben Taxiunternehmen in den Ruin

08.09.2008: Wegen der seit Monaten ansteigenden Öl- und Kraftstoffpreise könnte schon bald jeder vierte der rund 30.000 deutschen Taxibetriebe vor der Pleite stehen.

Experten rechnen damit, dass in diesem Segment rund fünf bis sieben Prozent der Unternehmen als unmittelbar bedroht anzusehen sind.Noch 2000 zählten die deutschen Taxibetriebe 465 Mio. Personenfahrten. Wegen der schwachen konjunkturellen Lage hatte sich die Zahl bis 2004 zunächst auf 350 Mio. reduziert, um sich 2007 bei rund 395 Mio. Fahrten wieder zu stabilisieren. Auch in Österreich wird die Lage trotz oder gerade zu Ende gegangenen Euro2008 für die Taxiunternehmen nur wenig besser beurteilt.

"Die Preise an den Tankstellen tun uns weh. Zwar ist die Lage prekär, aber noch nicht so dramatisch wie in der Bundesrepublik. Was wir mit unserer aktuellen Unterschriftenaktion fordern, ist, dass die Branche in Zeiten wie diesen die Mineralölsteuer refundiert bekommt", erläutert Karl Ramharter, Obmann des Verbands der Österreichischen Autotaxiunternehmer, im Gespräch mit pressetext. Laut dem Branchenvertreter werde man in Österreich von diesem Ziel trotz der Übergangsregierung und damit erschwerter Rahmenbedingungen auch künftig nicht ablassen. Die Fußball-Europameisterschaft habe wie auch im Gastronomiegewerbe nicht zu den erhofften Umsätzen geführt, ergänzt Ramharter. "Die Kongresse im Herbst sind für die Taxiunternehmen dringend nötig, um aus der Stagnation der Euro2008 wieder heraus zu kommen." Da Taxibetriebe sowohl in Deutschland als auch in Österreich keinen unmittelbaren Einfluss auf die Tarifgestaltung haben und diese von den Ländern und Kommunen amtlich festgesetzt werden, wächst der politische Druck zusehends.

"Die Preisentwicklung für Deutschland seit rund einem Jahr ist nur ein weiterer Sargnagel für die Branche", meint hingegen Thomas Krause von der Hamburger Gutachterfirma Linne+Krause www.linne-krause.de, der in diesem Trend eine Bereinigung des Marktes sieht. Krause beobachtet als Sachverständiger für Städte und Kreise die Entwicklung auf dem Markt. Schon vor dem Preisanstieg hat er die Lage für einen Großteil der Firmen als prekär eingestuft. Das Rechenbeispiel zeigt die Auswirkungen aufgrund der hohen Spritpreise. Für einen Hamburger Taxiunternehmer durchschnittlicher Größe, der mehrere Wagen über 65.000 Kilometer im Jahr fahren lässt, musste dieser 2007 noch rund 6.100 Euro für Kraftstoff ausgeben. Heute sind es aktuellen Berechnungen zufolge inzwischen mehr als 8.000 Euro je Fahrzeug. Damit stieg der Anteil der Sprit- an den Gesamtkosten von elf auf mehr als 14 Prozent. Die Preise, die auch in Österreich nur mit Zustimmung durch beispielsweise einen Stadtrat festgesetzt werden, haben für die Bundesrepublik laut BZP bislang zu mehr als 800 Tarifen geführt.

Vor allem der immer größer werdende Spardruck bei den Krankenkassen bereitet einigen deutschen Firmen Kopfzerbrechen. Das Problem liegt darin, dass viele Kassen Sondertarife mit den Taxiunternehmen aushandeln, die anschließend von den Behörden genehmigt werden müssen. "Auf dem Land machen Krankenfahrten bis zu 90 Prozent aller Beförderungen aus", sagt Dirk Holl, Geschäftsführer des Taxiverbands Deutschland www.taxiverband.de. Problematisch sei jedoch, dass seit der Gesundheitsreform nur noch Krankenfahrten von Dialyse- oder Krebspatienten angerechnet werden. Außerdem würden die Kassen immer mehr als Nachfragemonopolisten auftreten, die ihre Konditionen durchsetzen könnten, so Holl. So könnte der Spritpreis dafür sorgen, dass noch mehr Taxifahrer in die Schwarzarbeit geraten.


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