Ausschreibungen von Inkontinenzprodukten und Inkontinzartikeln

Inkontinenz-Artikel in Gefahr ?

Mehrere Millionen Menschen sind in Deutschland von Inkontinenz betroffen – meist ein Tabuthema für die Betroffenen. Produkte zur Inkontinenzversorgung wie aufsaugende Inkontinenzprodukte, z.B. Einlagen, Pants und Windeln geben den Betroffenen häufig ein Stück Ihrer Lebensqualität zurück. Aber gerade der Bereich der Inkontinenzprodukte ist von Einsparungen bedroht, weil der Kostendruck der Krankenkassen auch vor diesem Thema keinen Halt macht.

Daher erhalten die wenigsten Patienten moderne Inkontinenzprodukte als Regelleistung Ihrer Krankenkasse. Häufig müssen die Patienten für moderne Inkontinenzprodukte Zuzahlungen leisten. Die Einsparbemühungen der Kostenträger (gesetzliche Krankenversicherung , GKV) schlagen sich somit im Hilfsmittel-Markt und bei den Patienten gerade bei den aufsaugenden Inkontinenzprodukten (PG 15) nieder.

Dies geschieht meist in Form von Ausschreibungen, die seit 2007 regelmäßig stattfinden. Damit wird die Zahl der Lieferanten eingegrenzt und die Margen für die Hersteller / Verkäufer sinken. Im Moment ist es denkbar, dass die Monatspauschalen für Inkontinenzprodukte steigen oder ganz aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen fallen. Bei den aktuellen Ausschreibungspreisen ist auf jeden Fall nur eine kostendeckende Versorgung mit einfachen Produkten möglich, was wiederum den Grundsatz des Sachleistungsprinzips in Frage stellt.

Die Monatspauschalen für Inkontinenzprodukte liegen aktuell bei rund 20 - 40 Euro (letztgenannte Angabe gilt z.B. für die Altenheimversorgung). Gegen die Ausschreibungspraxis der Krankenkassen forderte jüngst ein Sanitätshausbesitzer in einer Petition das Ende der Ausschreibungen und erhielt Unterstützung von mehreren zehntausend Unterstützern und den verschiedenen Branchenverbänden. Ebenso kontrovers wird der Vorschlag der Krankenkassen diskutiert, gesetzliche Hilfsmittelberater zu legitimieren. Befürchtet wird hierbei, dass die Qualität der Inkontinenzversorgung sinken könnte.

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Hilfsmittel

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Primärkassen und Ersatzkassen

Was sind Ersatzkassen, was Primärkassen?

Primärkassen und Ersatzkassen sind Bestandteil der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), im Gegensatz dazu steht die private Kranken-Versicherung (PV).

Die Primärkassen

Eine Primärkasse (primärer Träger) ist eine seit Gründung der Sozialversicherung (Otto von Bismarck) festgelegte berufsständische Pflichtversicherung. Entsprechend der Ausrichtung existieren folgende Arten von Primärkassen:

  • Ortskrankenkassen (AOK) (§ 143–§ 146a SGB V)
  • Betriebskrankenkassen (BKK) (§ 147–§ 156 SGB V)
  • Innungskrankenkassen (IKK) (§ 157–§ 164 SGB V)
  • Landwirtschaftliche Krankenkassen (LKK) (§ 166 SGB V)
  • Knappschaft (KBS) (§ 167 SGB V)

Die Ersatzkassen

Die Ersatzkassen sind im vdek (Verband der Ersatzkassen e. V.) organisiert. Mitglieder des vdek sind:

  • Barmer GEK - (Gmünder Ersatzkasse)
  • DAK-Gesundheit (Deutsche Angestelllten Krankenkasse)
  • HEK – Hanseatische Krankenkasse
  • hkk - Handelskrankenkasse
  • KKH - Kaufmännische Krankenkasse
  • TK - Techniker Krankenkasse (TK)

Auszeichnungen / Awards

Rechtliche Hinweise: * = Beim Deutschen Medizinrechenzentrum (DMRZ.de) bezahlen Sie nur 0,5% der Bruttoabrechnungssumme zzgl. MwSt. für die elektronische Abrechnung mit allen Krankenkassen + Kostenträgern.
** = %-Vorfinanzierung der Bruttorechnungssumme ggf. zzgl. MwSt. (Vorfinanzierungszeitraum 60 Tage, Auszahlungsquote 100% minus der jeweiligen Factoringgebühr, keine zusätzlichen Kosten), nicht inbegriffen ist die Abrechnung der Gesundheitsleistungen
*2 = Für die Hotline fallen keine extra Kosten an. Sie bezahlen nur die ortsüblichen Telefontarife.
3 = "Kostenlose Software" bezeichnet die kostenlose Software-Nutzung (Pflegedienstsoftware, Therapeutensoftware + Krankentransportsoftware) bei kostenloser, gültiger Anmeldung für die DMRZ-Onlineplattform, Abrechnung ist kein Teil der Software. Bei der zusätzlichen Nutzung von Apps (mobile Dienste) fallen ggf. Verbindungskosten an.

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