Heilmittel: Indikationsschlüssel der Heillmittelabrechnung einfach mithilfe der Plausibilitätsprüfung angeben

Der Indikationsschlüssel der Heilmittel Verordnung (HeilmittelVO / Muster 13) in der Heilmittelabrechnung (DTA-Abrechnung)

Heilmittelerbringer sind als "Vertragspartner" der Krankenkassen verpflichtet, korrekt ausgefüllte Verordnungen mit Indikationsschlüssel anzugeben. Selbst kleine Formfehler, die dem Arzt bei der Ausstellung oder dem Therapeuten bei der Abrechnung der Verordnung unterlaufen, können zu Rechnungskürzungen führen. Alle Indikationsschlüssel für Heilmittelerbringer sind daher im DMRZ-System zur vereinfachten Abrechnung hinterlegt. Nach Eingabe der ersten drei Stellen (Zahl oder Bezeichnung) unterstützt sie die intelligente Plausibilitätsprüfung des DMRZ durch eine passgenaue Vorauswahl. Das spart Ihnen viel Zeit und gibt Ihnen das gute Gefühl, richtig abgerechnet zu haben.

Was ist der Indikations-Schlüssel in der Heilmittelabrechnung?

Der Indikationsschlüssel, den der Arzt angibt, bezeichnet den medizinischen Grund für den Einsatz einer therapeutischen oder diagnostischen Maßnahme. Er entspricht im Fall der Heilmittelverordnung nicht wie sonst üblich dem ICD-10, sondern ist ein eigener Schlüssel, der die Lokalisation aus dem Heilmittelkatalog angibt, ggf. zur Leitsymptomatik zusammenfasst und eine passende Indikation angibt.
Der Indikationsschlüssel gibt somit einen Hinweis auf die Störung und das verordnete Heilmittel aus dem Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie oder Podologie. Die Heilmittel sind somit dem Indikationsschlüssel zugeordnet.
Ohne Indikationsschlüssel kann daher keine Abrechnung mit den Kassen erfolgen.

Beispiele für Indikationsschlüssel Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Podologie

"Physiotherapie ist das in Deutschland am häufigsten verordnete Heilmittel, mit einem Verordnungsvolumen von ca. 3 Mrd. Euro im Jahr 2009" (Quelle: www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/10.1055/s-0032-1323668 )

Die oben angeführte Tabelle ist nicht vollständig und die Aktualität kann auch nicht garantiert werden. Auf http://www.heilmittelkatalog.de/heilmittelkatalog-online.html finden sie die aktuellen Indikationsschlüssel vollständig aufgelistet für alle Heilmittelerbringer wie z.B. auch Logopäden, Ergotherapeuten und Masseure und alle weiteren.

Beispiel für einen Indikationsschlüssel: Die Indikationsschlüssel WS1a (30%) und WS2a (35,3%) sind die am häufigsten verordneten Heilmittel (Quelle: www.thieme-connect.com/ejournals/abstract/10.1055/s-0032-1323668 ).
Mit der intelligenten Schnelleingabe, die Ihnen bei Eingabe des Indikationsschlüssels auch die Liste an "plausiblen"/passenden Vorschlägen anzeigt, sind Fehleingaben beim DMRZ unwahrscheinlich und das beweist unsere niedrige Rückläuferquote auch eindrucksvoll.

Weitere Indikationsschlüssel sind EX1, AT1 und SB4 sowie ST3.

Der Indikationsschlüssel EX1a steht für Folgendes:
EX = Verletzungen / Operationen der Extremitäten und Erkrankungen der Extremitäten und des Beckens

  • 1 = mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf
  • a = Leitsymptomatik Gelenkfunktionsstörungen, Bewegungsstörungen, Kontrakturen

Bei Erkrankungen mit kurzfristigem Behandlungsbedarf erstreckt sich die Verschreibung auf einmal sechs physiotherapeutische Behandlungseinheiten. Mit dem Indikationskatalog Physiotherapie sind die physiotherapeutischen Leistungen des Heilmittelkataloges gemeint.

Der Indikationsschlüssel AT1 steht für Störungen der Atmung mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf. AT2 für Störungen der Atmung mit prognostisch länger dauerndem Behandlungsbedarf. AT3 für Störungen der Atmung bei Mukoviszidose.

Der Indikationsschlüssel SB4 des Heilmittelkataloges steht für Knochen-, Gelenk- und Weichteilerkrankungen. Gelenkerkrankungen: vorwiegend Schulter/Ellbogen/Hand mit prognostisch kurzzeitigem Behandlungsbedarf

Der Indikationsschlüssel ST kennzeichnet Störungen der Stimme. Der Heilmittelkatalog unterscheidet:

  • ST1 = Organisch bedingte Erkrankungen der Stimme lokal-, ZNS-, hormonell- und lähmungsbedingt, OP-Folgen
  • ST2 = Funktionell bedingte Erkrankungen der Stimme
  • ST3 = Psychogene Erkrankungen der Stimme - Aphonie
  • ST4 = Psychogene Erkrankungen der Stimme
Indikationsschlüssel für Heilmittel: Beispiel Physiotherapie
Indikationsschlüssel Indikation Therapie
WS1
- Wirbelsäulenerkrankungen prognostisch kurzer Behandlungsbedarf
a
Funktionsstörung, Schmerzen durch Gelekfunktionsstörung/-blockierung
A KG/MT
C Traktion, Wärme-/Kältetherapie
b
Funktionsstörung, Schmerzen durch Fehl- oder Überbelastung
A KG
C Traktion
c
Muskeldysbalance/-insuffizienz/-verkürzung
A KG/KG-Gerät
B Übungsbehandlung / Chirogymnastik
d
segmentale Bewegungsstörung
A KG/MT
B Übungsbehandlung, Chirogymnastik
C Wärme-/Kältetherapie
e
Schmerzen, Funktionsstörungen durch Muskelspannungsstörungen, Verkürzung elastischer und kontraktiler Strukturen
A KMT
B UWM/SM/PM/BGM
C Elektrotherapie, Wärme-/Kältetherapie, hydroelektrische Bäder
WS2
- Wirbelsäulenerkrankungen prognostisch längerandauernder Behandlungsbedarf
a
Funktionsstörung, Schmerzen durch Gelenkfunktionsstörung/-blockierung
A KG/MT
C Traktion/ Wärme-/Kältetherapie
b
Funktionsstörung, Schmerzen durch Fehl- oder Überbelastung
AKG
C Traktion
c
Muskeldysbalance/-insuffizienz/-verkürzung
A KG/KG-Gerät
B Übungsbehandlung, Chirogymnastik
d
segmentale Bewegungsstörung
A KG/MT
B Übungsbehandlung, Chirogymnastik
C Wärme-/Kältetherapie
e
motorische Parese von Extremitätsmuskeln, sensomotorische Defizite
A KG/KG-Gerät
B Übungsbehandlung
C Elektrostimulation
f
Schmerzen, Funktionsstörungen durch Muskelspannungsstörungen, Verkürzung elastischer und kontraktiler Strukturen, Gewebequellungen / -verhärtungen / -verklebungen
A KMT
B UWM/SM/PM/BGM
C Elektrotherapie, Wärme-/Kältetherapie, hydroelektrische Bäder
g
D1 komplexe Schädigungen, Funktionsstörungen bei zwei führenden Schädigungen, Funktionsstörungen a bis d neben f
D1. KG+KG-Gerät+MT
+ KMT, + Wärme-/Kältetherapie, + Elektrotherapie zusätzlich ggf.: hydroelektrische Bäder, Elektrostimulation, Traktion, Peloid-Vollbäder
Niedrige Rückläuferquote

Niedrige Rückläuferquote: Der Aufbau des DMRZ-Systems und die Plausibilitätsprüfungen sind für die niedrige Rückläuferquote von unter 0,02% aufgrund formaler Fehleingaben verantwortlich. Das bedeutet in der Praxis, dass bei jedem 5.000. Abrechnungsfall beim DMRZ gerade mal ein Rückläufer entsteht. (Zur Veranschaulichung, die Gefahr innerhalb eines Lebens vom Blitz getroffen zu werden, liegt bei 1 : 12.500).

Hilfe bei Rückläufern

Kostenlose Hilfe bei Rückläufern: Dank Plausibilitätsprüfung und Aktualität des DMRZ-Systems ist die Rückläuferquote aufgrund formaler Fehler gering. Sollte es Sie trotzdem einmal treffen, hilft Ihnen unser Support gerne kostenlos weiter.

Hinweis zum Indikationsschlüssel bei überweisenden Zahnärzten: Geben Sie dafür bitte den Indikationsschlüssel „Zahn“ in das betreffende Feld ein - fertig.

Wenn Sie wissen möchten, welche weiteren kostenlosen Inklusivleistungen das Deutsche Medizinrechenzentrum zu bieten hat, schauen Sie doch einfach mal auf "kostenlose Inklusivleistungen" vorbei.

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Auszeichnungen / Awards

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