Aufnahme telemedizischer Leistungen in den Leistungskatalog der gesetzlichen Regelversorgung

Telemedizin abrechnen

Innovative Behandlungsverfahren wie die Telemedizin etablieren sich im System der GKV nur mittel- bis langfristig, da die Wirksamkeit und Kosteneffizienz neuer Methoden (z.B. Point-of-Care-Testing) erst in systematischen Studien geprüft und dann über die Aufnahme in den Leistungskatalog entschieden werden kann.

31. März 2013: Die Telemedizin als Teil des neuen Versorgungsstrukturgesetzes und des SGB V

Im Vordergrund bei Entscheidungen für neue Behandlungsformen wie der Telemedizin steht immer die Sicherheit des Patienten, und nachrangig die Wirtschaftlichkeit der neuen Verfahren. Für jede neue Behandlungsform muss dabei eine Kompromiss-Lösung gefunden werden. Auch wenn die Zahl der ärztlichen, telemedizinischen Leistungen, die direkt mit den Krankenkassen abgerechnet werden können, aktuell noch begrenzt ist, erkennen viele Krankenkassen den Mehrwert der Telemedizin. Als Beispiele für aktuell schon abrechenbare telemedizinische Leistungen werden immer wieder Schlaganfall-Tele-Netze und Teleradiologie angeführt. Beide sind mehrheitlich aber im stationären Krankenhausumfeld angesiedelt und ambulante Versorgungskonzepte fehlen bisher.

 

Telemedizin 2017 Grundlagen

Telemedizin 2017 Grundlagen

Behandlungsverfahren wie Telemedizin etablieren sich im System der GKV eher mittel- bis langfristig, da Wirksamkeit und Kosteneffizienz in systematischen Studien geprüft werden müssen.

Telemedizin 2017

Informationen zu den gesetzlichen Grundlagen der Telemedizin

Teleradiologie

Teleradiologie

Die Teleradiologie als Teildisziplin der Medizin beschäftigt sich mit der direkten Übertragung von radiologischem bildgebenden Medien über eine (Tele-) Kommunikations-Einrichtung an entfernte Orte.

Teleradiologie
Bewertungsausschuss

Bewertungsausschuss

Der Bewertungs-Ausschuss innerhalb der GKV ist von Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen paritätisch besetzt.

Bewertungsausschuss

Fachbegriffe der Telemedizin

Schlaganfall-Tele-Netze:

Neurologische Schlaganfall-Telemedizin, in deren Fokus die Vernetzung der Informationen zwischen Kliniken und Schlaganfallzentrum steht. Zunehmend vernetzen sich immer mehr Kliniken mit einem Schlaganfallzentrum.

Teleradiologie

Die Teleradiologie als Teildisziplin der Medizin beschäftigt sich mit der direkten Übertragung von radiologischem bildgebenden Medien über eine (Tele-) Kommunikationseinrichtung an entfernte Orte und parallele Übertragung von Informationsmaterial an verschiedene Adressaten zur Begutachtung des Materials. Synonym wird der Begriff der „Teleradiologie nach RöV“(§ 3 Absatz 4 der Röntgenverordnung (RöV)) verwendet. Der große Vorteil des Verfahrens: Kleinere Kliniken können Computertomografie (CT) anbieten und für die Anamnese des übertragenen Materials auf erfahrene Experten zurückgreifen, die nicht vor Ort sein müssen.

Ambient Assisted Living (AAL):

AAL Systeme (Ambient Assisted Living Systeme) sind technische Assistenzsysteme/ Unterstützungssysteme, die das Leben einfacher machen sollen und einen qualitativ hohen Versorgungsstatus z.B. in allen Situationen gewährleisten sollen, in denen sonst Pflege oder Überwachung durch medizinisches/pflegerisches Personal nötig ist. Einbeziehung der Sozialversicherungen und Kommunen.

Einheitlicher Bewertungs-Maßstab (EBM):

Verzeichnis zur Abrechnung vertragsärztlicher ambulanter Leistungen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung. Wird vom Bewertungsausschuss festgelegt. Grundlage des EBM ist das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V). Der Einheitliche Bewertungs-Maßstab wird durch den Bewertungsausschuss beschlossen.

Der Einheitliche Bewertungs-Maßstab kurz EBM beinhaltet alle medizinischen Leistungen die seitens der Ärzte und Psychotherapeuten gegenüber den Kassen abgerechnet werden dürfen. Die eindeutige Identifizierung der verordneten Leistungen und die Zuordnung des Honorars erfolgt über die Gebührenordnungsposition(-snummern) (GOP). Seit der Neufassung vom 1. Januar wird jede Leistung in Punkten und Euro-Beträgen angegeben. Durch den Orientierungspunktwert wird die tatsächliche Honorarhöhe durch Multiplikation mit dem Geldwert berechnet. Für nur regional abrechenbare Leistungen gibt es die Pseudonummern.

 

GKV-Versorgungsstrukturgesetz

Zum 1. Januar 2012 ist die Neufassung des Gesetzes zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-VStG) in Kraft getreten. Ziel des GKV war und ist eine bessere medizinische Versorgung in ländlichen Gebieten. Eine explizite Option dafür war und ist die Telemedizin. Antriebsfeder für die Aufnahme der telemedizischen Leistungen in das SGB V (§ 87 Absatz 2a SGB) war ebenfalls das GKV.

Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA)

Grundlage für den Gemeinsamen Bundesausschuss sind die §§ 91 ff. SGB V. Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist das höchste Gremium im Gesundheitswesen und regelt den Leistungsanspruch der Solidargemeinschaft der 70 Millionen in Deutschland gesetzlich Versicherten.

Bewertungsausschuss

Der Bewertungsausschuss ist ein Gremium innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung, das von Vertretern der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen paritätisch besetzt ist. Dieser Bewertungsausschuss ist für die Erstellung des Gebührenverzeichnisses zuständig, dass die Abrechnung ärztlicher Leistungen vorgibt. Grundlage für den Bewertungsausschuss ist der § 87 SGB V.

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Auszeichnungen / Awards

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** = %-Vorfinanzierung der Bruttorechnungssumme ggf. zzgl. MwSt. (Vorfinanzierungszeitraum 60 Tage, Auszahlungsquote 100% minus der jeweiligen Factoringgebühr, keine zusätzlichen Kosten), nicht inbegriffen ist die Abrechnung der Gesundheitsleistungen
*** = der Bruttorechnungssumme zzgl. MwSt.
*2 = Für die Hotline fallen keine extra Kosten an. Sie bezahlen nur die ortsüblichen Telefontarife.
3 = "Kostenlose Software" bezeichnet die kostenlose Software-Nutzung (Pflegedienstsoftware, Therapeutensoftware + Krankentransportsoftware) bei kostenloser, gültiger Anmeldung für die DMRZ-Onlineplattform, Abrechnung ist kein Teil der Software. Bei der zusätzlichen Nutzung von Apps (mobile Dienste) fallen ggf. Verbindungskosten an.
4 = Sie erhalten als Neukunde ein Abrechnungs-Guthaben in Höhe von 10 Euro. Voraussetzung: Gilt nur für Erstanmeldungen und die erste Abrechnung muss innerhalb von 30 Tagen nach Anmeldung erfolgen. Danach ist keine Vergütung / Gutschrift der 10 Euro mehr möglich. Eine Barauszahlung ist ausgeschlossen.
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