Gründungszuschuss für ambulante Wohngruppen - §45e SGB XI – neu

Die neue Wahlfreiheit des Zusammenlebens

Eine weitere wichtige Neuerung ist die Bezuschussung der Wohngruppen bzw. Wohngemeinschaften WGs im Rahmen des Pflege-Neuausrichtungsgesetzes (PNG).

Häusliche Pflege: Mehr Unterstützung für Angehörige

Das PNG hält noch eine weitere Neuerung bereit. So können ambulante Pflegedienste künftig neben der Grundpflege, wie Waschen und Anziehen und der hauswirtschaftlichen Versorgung, wie Aufräumen oder Staubsaugen auch spezielle Leistungen der häuslichen Betreuung anbieten und bei der Alltagsgestaltung behilflich sein, wie z. B. mit Spazierengehen oder Vorlesen. Demenzkranke erhalten ab 2013 in der ambulanten Versorgung auch höhere Leistungen. Sie können in der Pflegestufe 0 neben den zusätzlichen Betreuungsleistungen in Höhe von 100 bzw. 200 EUR erstmals auch Pflegegeld oder alternativ Pflegesachleistungen beziehen.

Die bisherigen Beträge in den Pflegestufen 1 und 2 werden aufgestockt. Um die neuen Leistungen zu finanzieren, wird der Beitragssatz zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,1 Beitragssatzpunkt angehoben. Nicht inbegriffen sind Fahrdienste oder Hilfen der schulischen oder beruflichen Eingliederung. Ebenso ausgenommen sind behandlungspflegerische Leistungen. Grundvoraussetzung für die häuslichen Betreuungsleistungen ist, dass die grundpflegerische und hauswirtschaftliche Versorgung gewährleistet ist. Wichtig: Für Pflegedienste bedeutet diese Grundvoraussetzung, dass jede wesentliche Veränderung des Pflegebedürftigen unverzüglich der zuständigen Pflegekasse mitgeteilt werden muss. Das beinhaltet auch eine Mitteilungspflicht, wenn sich der Zustand aufgrund defizitärer Grundpflege wesentlich verschlechtert hat. Die Betreuungsleistungen im Rahmen dieser Übergangsregelung gelten zusätzlich zu den Leistungen nach § 45b SGB XI.

Gründungszuschuss für ambulante Wohngruppen

Das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz sieht vor, dass die Gründung von ambulanten Wohngruppen für Pflegebedürftige mit umfangreichen Zuschüssen ab 1. Januar 2013 gefördert werden soll (§45e SGB XI – neu). Die Zuschüsse sind aber zeitlich begrenzt: 30 Millionen Euro können insgesamt abgerufen werden.

Individuell betreute Wohngruppen (WGs), in denen wenige Pflegebedürftige in Gemeinschaft zusammen leben, etablieren sich nach und nach als Alternative zu einem Pflegeheim. Die Gründung solcher Gruppen, die in der Regel Demenzpatienten in Anspruch nehmen, ist oftmals aufwändig. In der Regel mangelt es oft schon an geeigneten Immobilien, die für den Zweck umgebaut werden können. Ein neu eingeführter Zuschuss soll dies künftig erleichtern. So soll es bis zu 2.500 Euro pro Bewohner geben, der sich an der Gründung einer WG beteiligt, max. 10.000 Euro pro Wohngruppe. Damit können Sie notwendige Umbaumaßnahmen finanzieren. Außerdem gibt es unter bestimmten Voraussetzungen pro Bewohner zusätzlich 200 Euro monatlich, um einem höheren Organisationsaufwand gerecht zu werden, heißt es im Gesetz.

Es gibt laut Gesetz verschiedene Formen des Zusammenlebens in ambulant betreuten Wohngruppen: In der Regel verfügt jeder Bewohner über ein eigenes Zimmer, zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume. In anderen Gruppen haben die Bewohner sogar eine eigene Wohnung und darüber hinaus gibt es ebenfalls Gemeinschaftsräume. Günstigenfalls findet sich eine solche Unterbringung innerhalb des vertrauten Wohnviertels. Meist gibt es eine feste Mitarbeiterin in der Gruppe, die sich um die Organisation des Alltagslebens und des Haushalts kümmert (Präsenzkraft). Die individuelle Pflege wird von ambulanten Pflegediensten übernommen, die sich die Bewohner frei auswählen sollten. Weitere Betreuungskräfte und Haushaltshilfen kommen in die Gemeinschaft und unterstützen die Bewohner. Diese wirken, soweit sie dazu in der Lage sind, selbst bei der Haushaltsführung mit.

PNG Zuschuss für Wohngruppen

Übersicht: PNG-Zuschuss für Wohngruppen
Dazu ein Rechenbeispiel:
Vier Pflegebedürftige der Pflegestufe 1 entscheiden sich, eine Seniorenwohngruppe zu gründen. Die Wohnung muss hierfür noch angepasst werden.
1. Pflegesachleistungen in der Pflegestufe 1 je Bewohner:
Zwischensumme:
450 €/Monat
1.800 €/Monat
2. Organisationszuschlag für die Bezahlung einer Betreuungsperson je Bewohner:
Zwischensumme:
Gesamt:
200 €/ Monat
800 €/ Monat
2.600 €/Monat
3. Investitionskosten (einmalige Zahlung)
a) Wohnumfeldverbessernde Maßnahmen je Bewohner:
Zwischensumme:
2.557 €
10.228 €
b) Startzuschuss (neu) je Bewohner:
Zwischensumme:
Gesamt:
2.500 €
10.000 €
20.228 €

Das Beispiel zeigt: Die Wohngruppe bekommt einmalig 20.228 Euro, um die Wohnung herrichten zu lassen.
Für die Unterstützung im Alltag stehen ihr 2.600 Euro im Monat zur Verfügung. Quelle: BMG

 

Pflege Neuausrichtungsgesetz Broschüre

PNG Broschüre

Die Pflege Neuausrichtungsgesetz (1.1.2013 - ambulante Pflegedienste) Broschüre ist mit allen wichtigen Informationen online: Pflegesachleistungen, Pflegegeld etc.

Betreute Wohngruppen PNG

Mehr Unterstützung für Angehörige: Ambulante Pflegedienste können künftig neben Grundpflege, wie Waschen und Anziehen spezielle Leistungen der häuslichen Betreuung anbieten.

PNG Gefahr Pflegedienste

Ambulante Pflegedienste stellt Pflegereform 2013 Experten zufolge vor große Probleme. Neben Vergütung nach Leistungskomplexen, (Wege)pauschalen muss Zeit-Vergütung angeboten werden.

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Die Pflege-Neuausrichtungsgesetz Broschüre mit Zeitplan für alle ambulanten Pflegedienste

Broschüre PNG Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz PDF

Diese Broschüre fasst alle Veränderungen des Pflege-Neuausrichtungs-Gesetzes übersichtlich mit Zeitplan zusammen. Alle Veränderungen des Pflegegeldes und der Pflegesachleistungen sind in Tabellen aufbereitet.

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Infos für betreute Wohngruppen

Pflegebedürftige, die in einer betreuten Wohngruppe leben und Pflegesach- oder Pflegegeldleistungen beziehen, erhalten nun zusätzlich noch einen pauschalen Zuschlag in Höhe von 200 Euro monatlich. Voraussetzungen dafür sind die folgenden:

  • Pflegebedürftige Personen müssen gemeinsam in einer ambulant betreuten Wohngruppe mit häuslich pflegerischer Versorgung wohnen.
  • Die Bewohner müssen Sach-/ Geld- oder Kombileistungen beziehen.
  • In der Wohngruppe muss eine Pflegekraft organisatorische, verwaltende oder pflegerische Tätigkeiten übernehmen.
  • Es müssen regelmäßig mindestens drei Pflegebedürftige gemeinschaftlich wohnen

Achtung: In dem Fall, dass die freie Wählbarkeit der Pflege- und Betreuungsleistungen rechtlich oder tatsächlich eingeschränkt ist, liegt keine ambulante Versorgungsform im Sinne des Gesetzes vor.

Verwandte Themen: PNG Pflege Neuausrichtungsgesetz

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